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20. Januar 2026 · 7 Min. · Recruitelle

Lohn im Stelleninserat angeben: Leitfaden für Arbeitgeber

Der Lohn im Stelleninserat ist eine der Angaben, die du als Arbeitgeber am bewusstesten steuern kannst. Viele Inserate in der Schweiz lassen den Punkt bewusst offen und nennen die Vergütung erst im Gespräch. Das ist ein gangbarer Weg, und gleichzeitig zeigt die Praxis, dass eine transparente Lohnangabe die Zahl und die Passung der Bewerbungen spürbar verbessert. Wer früh weiss, in welchem Rahmen sich die Stelle bewegt, entscheidet sich gezielter für eine Bewerbung. Dieser Leitfaden zeigt dir, wie du den Lohn im Stelleninserat so angibst, dass er Vertrauen schafft, deine Marke stärkt und genau die Menschen erreicht, die zur Rolle passen.

Warum der Lohn im Stelleninserat etwas bewegt

Eine Lohnangabe wirkt als Filter im besten Sinn. Kandidatinnen und Kandidaten gleichen ihre Erwartung mit deiner Spanne ab und bewerben sich, wenn beides zusammenpasst. Das spart auf beiden Seiten Zeit und führt dazu, dass die eingehenden Profile näher an deinem Budget liegen. In der Praxis zeigt sich häufig, dass Inserate mit Lohnangabe eine höhere Antwortquote erreichen und die Gespräche schon mit geklärter Lohnfrage starten.

Auch für deine Arbeitgebermarke zahlt sich die Offenheit aus. Eine sichtbare Spanne signalisiert, dass du den Wert der Rolle kennst und fair einordnest. Gerade jüngere Fachkräfte achten stark darauf, ob ein Unternehmen früh Klarheit gibt. Damit wird die Lohnangabe Teil deiner Candidate Experience und unterstützt das Bild, das du im Markt aufbauen möchtest.

Das Lohnband als runde Lösung

Für die meisten Stellen ist ein Lohnband die runde Lösung. Es nennt eine Unter- und eine Obergrenze und lässt Raum für Erfahrung, Ausbildung und Verantwortung. Ein Festwert wirkt präzise, lässt dir in der Verhandlung aber wenig Spielraum und passt eher zu einem einzelnen Profil. Ein Band bildet ab, dass eine Rolle mit unterschiedlichem Profil besetzt werden kann.

Sinnvoll ist eine Spanne, die breit genug für echte Unterschiede und schmal genug für eine klare Aussage ist. In vielen Fällen liegt das bei rund zehn bis zwanzig Prozent Abstand zwischen Unter- und Obergrenze. Ein paar Beispiele zur Orientierung:

  • Sachbearbeitung mit einigen Jahren Erfahrung: CHF 72'000 bis CHF 84'000 brutto pro Jahr.
  • Fachspezialistin mit klarer Verantwortung: CHF 95'000 bis CHF 112'000 brutto pro Jahr.
  • Teamleitung mit Führungsanteil: CHF 120'000 bis CHF 140'000 brutto pro Jahr.

Die genaue Höhe richtet sich nach Branche, Region und Funktion. Die Logik bleibt gleich: Du nennst die Grenzen, in denen du die Stelle besetzen möchtest, und ordnest die einzelne Person später innerhalb dieses Rahmens ein.

Schweizer Brutto korrekt formulieren

In der Schweiz wird der Lohn als Bruttolohn kommuniziert. Das ist der Betrag vor Abzug der Sozialversicherungen wie AHV, IV, EO, ALV und der Beruflichen Vorsorge. Diese Klarheit ist wichtig, weil der ausbezahlte Nettolohn je nach persönlicher Situation und Kanton unterschiedlich ausfällt. Eine eindeutige Brutto-Angabe schafft eine gemeinsame Grundlage und beantwortet Rückfragen schon im Voraus.

Üblich ist die Angabe als Jahreslohn oder als Monatslohn, ergänzt um die Information, auf wie viele Monatslöhne sie sich bezieht. Eine saubere Formulierung lautet zum Beispiel: Jahresbruttolohn CHF 90'000 bis CHF 102'000, inklusive 13. Monatslohn. Wer lieber den Monat nennt, schreibt: Monatsbruttolohn CHF 6'920 bis CHF 7'850, ausbezahlt 13 Mal pro Jahr. Beide Varianten sind eindeutig, weil sie Bezug, Währung und Zeitraum nennen.

Bei Teilzeitstellen lohnt sich der Hinweis, ob der genannte Betrag dem vollen Pensum oder dem ausgeschriebenen Pensum entspricht. Eine kurze Ergänzung wie bezogen auf ein Pensum von 100 Prozent schafft Klarheit und zeigt, dass du sorgfältig kommunizierst.

Den 13. Monatslohn richtig ausweisen

Der 13. Monatslohn ist in der Schweiz weit verbreitet und für viele Bewerberinnen ein selbstverständlicher Teil des Pakets. Wichtig ist, dass aus dem Inserat klar hervorgeht, ob er im genannten Betrag enthalten ist. Hier entsteht sonst leicht eine Differenz, weil ein Jahreslohn mit oder ohne 13. Monatslohn deutlich unterschiedlich wirkt.

Empfehlenswert ist die ausdrückliche Angabe. Schreibst du einen Jahreslohn, nennst du, dass der 13. Monatslohn enthalten ist. Nennst du einen Monatslohn, ergänzt du die Zahl der Auszahlungen. Ein Beispiel zur Verdeutlichung: Ein Monatslohn von CHF 7'000, ausbezahlt 13 Mal, ergibt einen Jahreslohn von CHF 91'000. Diese Rechnung machst du im Inserat sichtbar, damit beide Seiten von derselben Grundlage ausgehen.

Weitere Bestandteile transparent machen

Neben dem Grundlohn gehören oft weitere Elemente zum Gesamtpaket. Wenn variable Anteile, Boni oder Zulagen eine Rolle spielen, ist es hilfreich, sie als mögliche Ergänzung einzuordnen. Eine ruhige Beschreibung schafft hier Vertrauen:

  • Variabler Anteil: zusätzlich ein leistungsabhängiger Bonus von bis zu 10 Prozent des Jahreslohns.
  • Spesen und Zulagen: Reisespesen nach effektivem Aufwand, Beitrag an das Halbtax.
  • Vorsorge: überdurchschnittliche Arbeitgeberbeiträge an die Berufliche Vorsorge.

So wird sichtbar, dass dein Angebot mehr umfasst als den Grundlohn, und Bewerberinnen können das Gesamtpaket realistisch einschätzen.

Eine marktgerechte Spanne festlegen

Damit dein Lohnband überzeugt, sollte es zum aktuellen Markt passen. Eine kurze Orientierung gibt dir die Sicherheit, die Spanne genau im Rahmen deines Budgets anzusetzen. Hilfreiche Quellen sind aktuelle Inserate für vergleichbare Rollen in deiner Region, branchenübliche Lohnrechner sowie das Feedback aus früheren Bewerbungsgesprächen. Diese drei Blickwinkel zusammen ergeben ein belastbares Bild.

Sinnvoll ist ausserdem, die Spanne mit der internen Lohnstruktur abzustimmen. Wenn das Band zu den Löhnen vergleichbarer Funktionen im Unternehmen passt, bleibt das Gefüge stimmig und das Team bleibt im Gleichgewicht. Eine klare Lohnangabe nach aussen baut so auf einer klaren Logik im Innern auf.

Wie Recruitelle dich dabei unterstützt

Ein gutes Lohnband entsteht aus Marktkenntnis und sauberer Formulierung. Genau hier setzen wir an. Im Rahmen unserer Begleitung der Stellenanzeigen ordnen wir gemeinsam mit dir den passenden Rahmen ein, prüfen die Spanne gegen den aktuellen Markt und formulieren die Angabe so, dass sie zu deiner Marke und deinem Budget passt. Wenn du den ganzen Prozess auslagern möchtest, führen wir das Recruiting in deinem Namen, während die Anstellung und die Lohnentscheidung bei dir bleiben.

Der nächste Schritt ist einfach. Du legst fest, in welchem Rahmen sich die Stelle bewegt, und wir bringen die Lohnangabe in eine Form, die Klarheit schafft und passende Bewerbungen anzieht. So wird der Lohn im Stelleninserat zu einem Vorteil, der deine Suche von Beginn an schärft und dir die richtigen Gespräche bringt.

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