Recruitelle.
9. Juni 2026 · 6 Min. · Recruitelle

Was kostet Recruiting? Provision, Stundensatz und Retainer im Vergleich

Was eine Besetzung kostet, ergibt sich vor allem aus dem gewählten Abrechnungsmodell. Drei Modelle sind gebräuchlich: die Erfolgsprovision, der Stundensatz und der Wochen-Retainer. Bei derselben Stelle führen sie zu unterschiedlichen Rechnungen, und es lohnt sich, jedes für sich zu kennen.

Modell 1: Erfolgsprovision

Bei der Erfolgsprovision wird eine Gebühr pro Anstellung berechnet, meist zwanzig bis fünfundzwanzig Prozent vom Jahresgehalt. Bei einer Senior-Stelle mit CHF 120 000 ergeben sich daraus rund CHF 24 000 bis CHF 30 000. Der Betrag fällt an, sobald jemand unterschreibt. Die Höhe richtet sich nach dem Gehalt und ist damit unmittelbar an die erfolgreiche Besetzung gekoppelt.

Modell 2: Stundensatz

Beim Stundenmodell zahlst du die geleistete Arbeit, abgerechnet nach Aufwand. Bei einem typischen Aufwand von dreissig bis sechzig Stunden pro Besetzung umfasst eine Senior-Stelle rund sechzig Stunden Aufwand. Du siehst genau, wofür du zahlst, und kannst den Umfang jederzeit anpassen. Die Kosten bewegen sich mit dem tatsächlichen Aufwand der Suche.

Modell 3: Wochen-Retainer

Beim Retainer buchst du ein festes Stundenkontingent pro Woche, zum Beispiel zwanzig Stunden. Das eignet sich gut, wenn laufend mehrere Stellen offen sind. Du hast planbare, transparente Kosten und einen Partner, der dauerhaft an deinen Rollen arbeitet.

Drei Stellen im Vergleich

  • Junior, CHF 60 000 Jahresgehalt: Provision rund CHF 12 000, Stundenmodell rund dreissig Stunden Aufwand.
  • Mid-Level, CHF 90 000: Provision rund CHF 18 000, Stundenmodell rund fünfundvierzig Stunden Aufwand.
  • Senior, CHF 120 000: Provision rund CHF 24 000, Stundenmodell rund sechzig Stunden Aufwand.

Das sind Beispielrechnungen, keine Pauschale. Der tatsächliche Aufwand hängt von der Rolle, dem Markt und deinem bestehenden Prozess ab.

Was über den Preis hinaus zählt

Der reine Betrag ist ein Teil der Rechnung, der weitere ist die Zusammenarbeit selbst. Beim Stunden- und Retainer-Modell bleiben alle Daten bei dir, auch nach dem Mandat, und dein Team baut mit jeder Suche eigenes Wissen auf. Du bleibst der Arbeitgeber, du wählst aus und stellst an, der Vertrag läuft zwischen dir und der Person. Wer mehrmals im Jahr einstellt, hat damit planbare Kosten und behält den Prozess in der eigenen Hand. Den konkreten Preis legen wir im Erstgespräch fest.

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